Kartoffeln im Garten

Kartoffeln über Kartoffeln

Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelbrei, selbstgeschnitzte Pommes,
Suppe, Ofenkartoffeln, Puffer, Plinsen aus Kartoffelbrei und und und….bei mir geht nichts über diese leckere Knolle.
Könnte ich jeden Tag essen und nix anderes 😀
Was liegt also näher als ein neues Experiment im Garten!
Nach den Kartoffeltürmen vor einiger Zeit und dem Strohballen-Selbstversuch im letzten Jahr
musste in dieser Saison ein neues „Opfer“ meiner Neugier her. Gefunden habe ich dieses auf einem anderen Blog.
Dort wurden Kartoffeln im Sack angebaut und die optimale Sorte dafür auserkoren.
Da mein Garten platzmäßig eher übersichtlich – um nicht zu sagen: zu klein – ist, wurde die Kartoffelsack-Pflanzmethode von mir dankbar aufgegriffen.

Die Rote Emmalie, eine vorwiegend festkochende, längliche Vertreterin soll bestens dafür geeignet sein.
Also wurden sämtliche verfügbaren Pflanzerdesäcke mit Laub, Komposterde, Sand und Pflanzerde gefüllt.
Je eine schön vorgekeimte Kartoffel pro Sack und los geht´s!

Kartoffeln im Pflanzsack Rote Emmalie im Pflanzsack

Wie auch im Kartoffelturm sollten die Säcke ständig mit Erde nach gefüllt werden, damit die Pflanze schön lang wird und viele Knollen bildet.
Nun ja – schön lang sind die acht Pflanzen geworden. Zu lang. Denn bei Wind und Wetter lagen sie ständig um.
Irgendwie habe ich da wohl nicht fest genug gestopft oder der Standort war einfach zu wackelig.
Mir war die ganze Angelegenheit im Vergleich zu den bewährten Mörteleimern zu instabil.
Außerdem konnten sich die Nacktschnecken perfekt in den Falten und Zwischenräumen verstecken…

Aber trotzdem gab es bei der Ausbeute nichts zu meckern 😉 Pro Sack konnte ich dann doch mehr als 1kg Kartoffeln ernten.
Erstaunlich, wenn ich bedenke wie jämmerlich die Pflanzen am Ende aussahen. Davon gibt es kein Bild 😉
Aber hier: Wunderschöne rote Knollen – innen wie außen. Auch nach dem Kochen bleiben sie innen rot.
Ein gewöhnungsbedürftiger Anblick, aber sie schmecken gut.

Kartoffelsalat
Hmmm, Kartoffelsalat mit getrockneten Tomaten und eingelegten Gurken!
Außer den roten Kartoffeln hat es noch die Laura in den Salat geschafft. Eine ebenfalls rotschalige Sorte, aber mit gelbem Fruchtfleisch.
Und wirklich total lecker! Die baue ich auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder an.

Kartoffelbeet Kartoffel Laura

 Es gab auch noch ganz klassische gelbe Kartoffeln.
Zum einen die Sorte Agria – eher mehlig kochend. Und ein paar Geschenke aus dem elterlichen Garten.
Leider weiß ich nicht genau, was das für eine Sorte war – auf jeden Fall lecker und mit unglaublich großen Knollen 🙂

Fazit am Ende der Kartoffelsaison:
Mit knapp 60kg geernteten Kartoffeln aus 60 Pflanzkartoffeln bin ich wirklich zufrieden.
Immerhin war das Wetter nicht immer optimal: Erst war es lange kalt, dann sehr nasss und danach lange Zeit zu trocken.
Und von den Wühlmäusen rede ich jetzt gar nicht erst 😀
Es sollte für die nächsten Monate reichen. Und wenn die Kartoffeln alle sind, essen wir eben Kürbisse.
Bei denen ist momentan ebensowenig ein Ende abzusehen wie bei den Gurken.

 

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