Kartoffelturm-Experiment

Experiment Kartoffelturm

Mein Garten ist nicht sehr groß, meine Gartenerfahrung dieser „Größe“ angemessen 😎
Was mich nicht daran hindert, ungewöhnliche ziemlich verrückte Dinge auszuprobieren.
Wenn schon die Gartengestaltung an sich nicht unbedingt „ordentlich“ und aufgeräumt wirkt,
kann frau ja wenigstens was für´s Auge tun…die Nachbarschaft soll schließlich was zum Quatschen haben.
Nun bin ich ja absoluter Kartoffel-Fan. Und auch ohne viel gärtnerisches Wissen soll es mit dem Kartoffelanbau gute Erfolge geben.
Allerdings brauchen viele Kartoffeln viel Platz. Und der ist rar.
Demzufolge muss der Garten in die Höhe wachsen 😀
Im letzten Jahr – übrigens mein erstes eigenes Gartenjahr – zierten denn auch ein paar Kartoffeltürme meinen Hausgarten.
Schilfmatten gibt es für wenig Geld in jedem Baumarkt, ein paar Stangen für etwas seitliche Stabilität waren schnell gefunden –
Ende März – es kann losgehen:

Kartoffelturm-Aufbau
Der Boden wurde kreisförmig etwas gelockert, Erde und Spezialdünger aufgebracht
und die ersten keimenden Kartoffeln durften Platz nehmen.
Eine Schilfrohrmatte, kreisförmig aufgestellt und mit Draht festgezurrt, musste als Begrenzung herhalten.
Ziemlich wackelig das Ganze, jedenfalls anfangs…
Über die erste Kartoffellage kam eine dicke Schicht Stroh, die mit einer ebenso dicken Schicht Kompost und Gartenerde bedeckt wurde.
Vier „Etagen“ fasste letztendlich der ungefähr 1,50m hohe Turm.
Inzwischen um einiges stabiler, aber mit etwas „Schlagseite“. Ob das wohl lange hält?
Anfang Mai drängelten sich die Triebe durch die engen Zwischenräume, die obere Etage hatte es da einfacher:

Kartoffelturm im MaiSieht doch gut aus!
Viel Wasser und gute Komposterde wirken hier Wunder.
Ende Juni sah der Turm prächtig aus, ein witziger Hingucker auch im kleinsten Garten.
Die Pflanzen wachsen tatsächlich seitlich aus der Matte heraus und begrünen den Turm ringsum.
Zwei kleinere Türme habe ich abseits und etwas später aufgestellt – hier waren jeweils zwei Lagen Kartoffeln drin.

Kartoffelturm im Juni100 Tage können ganz schön lang sein!
Solange soll man ja bis zur Ernte warten…ich habe es nur 98 Tage ausgehalten 😉
Mitte Juli war von der Pracht des Turmes nicht mehr viel übrig.
Inzwischen war das Laub welk, die ersten Anzeichen von Krautfäule zu sehen und der Appetit auf neue Kartoffeln mit Quark zu groß.

KartoffelernteÜber sieben Kilogramm leckere Kartoffeln aus 12 gelegten „Mutter“Kartoffeln!
Besonders ertragreich waren die beiden oberen Etagen. Ganz unten war von Kartoffeln nichts zu sehen.
Vermutlich kam das Gießwasser dort nie an. Oder die Wühlmaus war hungrig….ebenso wie die Nacktschnecken übrigens:
In der Abenddämmerung erklommen regelmäßig Dutzende Schleimer den Turm.
Wo kamen die denn immer wieder her? War wohl ein tolles Schneckenjahr mit viel Regen und einem perfektem Speisenangebot 😈
Dieses spannende Experiment wiederhole ich in diesem Jahr auf jeden Fall.

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